Die Monstera, mit ihren beeindruckend großen, geschlitzten Blättern, ist zweifellos eine der beliebtesten Zimmerpflanzen. Doch mit der Zeit kann sie ihren Topf entwachsen oder schlicht zu groß für den vorgesehenen Platz werden. Dann stellt sich die Frage nach dem Teilen. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr oder der frühe Sommer, wenn die Pflanze in ihre aktive Wachstumsphase eintritt. In dieser Zeit hat sie genügend Energie, um die durch das Teilen entstandenen Verletzungen schnell zu überwinden und kräftig neue Wurzeln zu bilden. Vermeiden Sie das Teilen im Winter, da die Pflanze dann oft in einer Ruhephase verharrt und die Ableger schlechter anwachsen könnten.
Bevor Sie mit dem Teilen beginnen, wässern Sie die Monstera gründlich, damit der Wurzelballen gut durchfeuchtet ist und sich leichter auseinanderziehen lässt. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und schütteln Sie überschüssige Erde ab. Nun können Sie den Wurzelballen mit den Händen oder einem sauberen, scharfen Messer teilen. Achten Sie darauf, dass jeder Ableger mindestens einen Blattknoten und ein paar gesunde Wurzeln besitzt. Nach dem Teilen ist die richtige Pflege entscheidend. Setzen Sie die neuen Pflanzen in frische, gut durchlässige Erde und wählen Sie einen Topf, der nur wenig größer ist als der Wurzelballen. Stellen Sie die Ableger an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, denn zu viel Licht könnte die jungen Blätter verbrennen. Die Luftfeuchtigkeit sollte möglichst hoch sein; Sie können die Blätter regelmäßig besprühen oder einen Luftbefeuchter verwenden. Wenn Sie die Ableger direkt nach dem Teilen optimal versorgen, werden sie sich schnell erholen und neue Blätter bilden. Dabei kann es hilfreich sein, sich über die richtige Pflege von Zimmerpflanzen zu informieren, etwa beim Umtopfen anderer Arten. Wer seine grünen Mitbewohner regelmäßig umtopft, fördert nicht nur das Wachstum, sondern beugt auch Staunässe und Wurzelfäule vor. Für ein gesundes Raumklima und eine stilvolle Präsentation Ihrer Pflanzen können Sie übrigens auch über eine atmende Regalwand aus Lehm nachdenken, die mit Verdunstungskühlung Räume passiv kühlt – mehr dazu finden Sie in diesem Artikel über das Umtopfen von Zimmerpflanzen. Doch zurück zur Monstera: Gießen Sie die Ableger in den ersten Wochen mäßig, aber regelmäßig, damit der Boden nie ganz austrocknet. Düngen Sie erst nach etwa sechs Wochen, wenn sich die Pflanze etabliert hat.
Ein häufiger Fehler ist es, die Ableger sofort nach dem Teilen der prallen Sonne auszusetzen oder sie in einen zugigen Raum zu stellen. Beides führt zu Stress und kann das Anwachsen verzögern. Auch das Gießen will gelernt sein: Zu viel Wasser ist genauso schädlich wie zu wenig. Ein guter Richtwert ist, das Substrat erst dann zu bewässern, wenn die oberste Erdschicht ausgetrocknet ist. Zudem sollten Sie die Blätter der jungen Monstera regelmäßig von Staub befreien, damit sie optimal Photosynthese betreiben kann. Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege werden Ihre Ableger schon bald zu stattlichen Pflanzen heranwachsen, die jeden Raum in ein grünes Paradies verwandeln.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der ideale Zeitpunkt zum Teilen ist das Frühjahr, und mit der richtigen Pflege werden die Ableger zu kräftigen, gesunden Pflanzen heranwachsen. Achten Sie auf eine hohe Luftfeuchtigkeit, einen hellen Standort und eine ausgewogene Bewässerung. Dann werden Sie lange Freude an Ihrer Monstera haben – und vielleicht sogar weitere Ableger für Freunde und Familie gewinnen.